Es sind körpereigene Eiweisse, welche als Botenstoffe wirken und zum Beispiel in Drüsen weitere Substanzen freisetzen.

Wirkungen:
Peptidhormone haben unterschiedlichste Wirkungen.

Beispiele:

  • Wachstumshormon (HGH) fördert das allgemeine Wachstum von Zellen
  • Wachstumsfaktoren (z.B. IGF-1) fördern mit HGH das Körperwachstum
  • Erythropoietin (EPO) wird durch die Niere ausgeschüttet und bewirkt eine erhöhte Produktion von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und damit eine verbesserte Aufnahme von Sauerstoff
  • Corticotropin (ACTH) reguliert die körpereigene Produktion von Kortison und Kortisol und kann anregend wirken (Euphorie); 

Nebenwirkungen:

  • Wachstumshormon (HGH): Teile des Körpers wie Hände, Füsse, Kinn, Stirnwölbung, Nase, innere Organe können bis zur Verformung wachsen (Akromegalie); die Fähigkeit Zucker abzubauen wird beeinträchtigt (Zuckerkrankheit)
  • Wachstumsfaktoren (z.B. IGF-1): ähnlich wie bei HGH
  • Erythropoietin (EPO): erhöhter Blutdruck, "zähflüssigeres" Blut kann zum Tod durch Gefässverschlüsse (Thrombosen) in Lunge, Herz und Hirn führen
  • Corticotropin (ACTH): Abbau von körpereigenen Reserven (Zucker, Fett), Entzündungen, Infektionen.

Anwendung in der Medizin:

  • Wachstumshormon (HGH): bei Kleinwüchsigkeit von Kindern
  • Wachstumsfaktoren (z.B. IGF-1): ähnlich wie bei HGH
  • Erythropoietin (EPO): bei Nierenschäden, wenn zuwenig EPO produziert wird und dadurch zuwenig rote Blutkörperchen gebildet werden
  • Corticotropin (ACTH): als Test für die Abklärung des richtigen Funktionierens der Nebennierenrinde. 

Anwendung im Sport:

  • Wachstumshormon (HGH): alleine oder zusammen mit Anabolika in Kraftsportarten und im Body-Building, aber wahrscheinlich auch zur Vorbereitung und während langer körperlicher Beanspruchungen (z.B. Etappenrennen im Radsport)
  • Wachstumsfaktoren (z.B. IGF-1): ähnlich wie bei HGH
  • Erythropoietin (EPO): in Ausdauersportarten, aber wahrscheinlich auch zunehmend in Sportarten mit kürzeren Belastungen (Mittelstrecken, Mannschaftssportarten)
  • Corticotropin (ACTH): während langer körperlicher Beanspruchungen (z.B. Etappenrennen im Radsport). 

Besonderes:
Die Anwendung von Peptidhormonen und analog wirkenden Substanzen im Sport kann noch nicht direkt nachgewiesen werden. Die Unterscheidung zwischen körpereigenen und von aussen zugeführten Substanzen ist routinemässig im Labor noch nicht möglich. Um den Missbrauch von EPO einzuschränken, haben einige internationale Verbände (z.B. Rad, Ski nordisch) Blutkontrollen direkt vor dem Wettkampf eingeführt. Dabei werden das Hämoglobin oder der Hämatokrit bestimmt. Wenn diese Werte zu hoch sind, das Blut damit zu "zähflüssig" ist, kann der betroffene Sportler aus medizinischen Gründen nicht starten. Er würde sich bei einem Ausdauerwettkampf zu stark gefährden (Gefässverschlüsse). Dies ist aber kein Nachweis eines Missbrauchs von EPO und auch keine positive Dopingkontrolle. 


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